GESCHICHTE DER FLIEGERKOMPANIE 7
Entstehung der Militäraviatik

Mit dem ersten Motorflug der Gebrüder Wright zu Beginn des Jahrhunderts begann weltweit eine stürmische Entwicklung des Flugwesens. Die Schweiz konnte sich mit dem Aufschwung in die neu erschlossene dritte Dimension nicht entziehen. So entstand die Militäraviatik und damit die Fliegertruppen.




Die Geschichte der Fliegerkompanie 7

Die Geschichte der Flieger Kompanie 7 geht zurück in die Anfänge der Fliegertruppen. 1924 beschliesst das Parlament die neue gesetzliche Grundlage für die Fliegertruppen. Die Fliegerkompanie 7 wird erstmals 1925 ins Leben gerufen, damals als Companie d’aviation 7 und wird ab diesem Termin durch Plt Marcel Weber kommandiert. Die Cp Av 7 ist Teil der Fliegerabteilung 2. Sie umfasst neben der Bodenmannschaft auch die Piloten. Die primäre Aufgabe dieser Einheit ist die Nachrichten Beschaffung aus der Luft. Die Einheiten verfügen lediglich über unbewaffnete Flugzeuge.




Flugzeuge im Einsatz der Fliegertruppe

Anzahl / Typ  Verwendung  Anschaffung 
12 Wild WT/WTS  Schule / Training  1916 / 1917 
02 L.V.G. C-VI  Nahaufklärung  1917 
27 Haefeli DH-3  Schulung / Beob.  1917 / 1919 
15 Nieuport Bébé  Training  1918 / 1923 
16 Zepp C-11  Fernaufklärung  1920 
16 Hanriot HD-1  Training  1920 
03 de Havilland DH-9  Transport  1920 
11 Fokker D-VII  Jagd  1920 / 1921 
56 Haefeli DH-5  Nahaufklärer  1922 / 1924 
01 Slablatning P-III  Transport  1922 
12 Wild WTS  Schulung  1923 
Flugzeugstandorte  Dübendorf 146, Thun 25   






Neuordnung der Fliegertruppen

1932 werden die Fliegertruppen neu formiert und die Fliegerkompanie 7 neu in die Fliegerabteilung 3 eingegliedert. Kommandant ist zu dieser Zeit Hptm Philipp Vacano.
1938 regelt die Truppenordnung die Neuordnung der Fliegertruppen. Neben der Einführung der Fliegerregimenter, gehört die Aufstellung der Fliegerkompanien 19, 20 und 21 dazu. Die bisherigen Jagtfliegerkompanien werden zu Fliegerkompanien, die Fliegerpioniere zu Fliegersoldaten umbenannt.




Der zweite Weltkrieg

Drei Tage vor dem Einmarsch der deutschen Truppen in Polen, welcher den Beginn des zweiten Weltkriegs markiert, werden die Flieger- und Fliegerabwehrtruppen am 28. August 1939 mobilisiert. Die Fliegerkompanie 7 mobilisiert in Emmen, wird aber, da sie über keine Flugzeuge verfügt, auf Pikett entlassen. Im Februar 1940 wird die Fliegerkompanie 7 umgeschult auf den Flugzeugtyp Me-109.
1942 rückt die Fliegerkompanie 7 zweimal zu mehrwöchigen Ablösediensten (Aktivdienst) auf ihren Kriegsstandort ein.

Die Trennung zwischen Boden und Luft wird bei den Fliegertruppen 1945 vollzogen. Die Fliegerstaffel wird geschaffen; die fliegenden Besatzungen verlassen die Fliegerkompanie, die weiterhin verantwortlich für die technische Wartung, Muntionierung und den Betrieb der Staffelflugzeuge bleibt.




Umschulung auf DH-100 Vampire

1950 schult die Fliegerkompanie 7 auf DH-100 Vampire um. Die anfänglichen Bedenken, dass die neuen Hochleistungsflugzeuge nicht miliztauglich seien erweisen sich als unbegründet.


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50 Jahre Fliegertruppen

1964 feiern die Fliegertruppen ihr 50-jähriges Bestehen mit grossen Flugmeetings in Dübendorf, Locarno und Payerne.Diese Jubiläumsanlässe, mit Flugvorführungen von rund 100 Militärflugzeugen, Schiessdemonstrationen mit Kanonen und Raketen sowie Napalbombenabwürfen, locken über 100‘000 Zuschauer an.

Beschaffung von 72 Tiger F-5E

Im Jahre 1968 werden die drei Brigaden Flugwaffe, Flugplätze und Fliegerabwehr gebildet. 1976 bewilligen die eidg. Räte den Kredit für die Beschaffung von 72 Tiger F-5E / F Kampfflugzeugen. Bereits 1978 werden die vormontierten Baugruppen des Tigers nach Emmen geflogen und fertig montiert.


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Integration der Flz Rep Kp 3

Mit der Auflösung der Flz Rep Kp 3 werden im Jahre 2000 je ein Rep Zug auf die Fliegerkompanien aufgeteilt. Der Bestand der Fliegerkompanie wächst damit auf über 300 Personen an. Entsprechend hoch sind auch die WK Bestände weshalb die Kompanie auf mehrere Unterkünfte verteilt werden muss. Als ehemaliger Kdt der Flz Rep Kp 3 übernimmt Hptm Jung das Kommando der Fliegerkompanie 7. Mit dem Wiederholungskursen 2003 in Turtmann geht die lange Tradition der Fliegerkompanie 7 zu Ende.

Die Kommandanten der Fliegerkompanie 7

1925 - 31  Plt  Weber  Marcel 
1932 - 37  Hptm  Vacano  Philipp 
1938 - 42  Hptm  Hug  Emil 
1943 - 50  Hptm  Läderach  Walter 
1951 - 64  Maj  Zuber  Willy 
1965 - 67  Maj  Isenring   Kurt 
1968 - 73  Hptm  Keck  Eduard 
1974 - 78  Hptm  Stalder  Rene 
1979 - 84  Hptm  Bührer  Richard 
1985 - 91  Hptm  Luginbühl  Alfred 
1992 - 94  Hptm  Zoppi  André 
1995 - 99  Hptm  Seewer  Georges 
2000 - 03  Hptm  Jung  Christian 


Flugeinsätze während dem WK 2003

116  geplante Flugeinsätze 
113  durchgeführte Einsätze 
Einsätze abgesagt wegen technischen Problemen 
Einsatz abgesagt wegen Krankheit Pilot 
22  Einsätze dienten der Schiessübung 
91  Trainingsflüge 
Werkflug 



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